Pflegestärkungsgesetz 2

Die neuen Pflegegrade

Ab 1. Januar 2017 wird der Pflegebedürftigkeitsbegriff neu definiert. Damit werden bei zukünftigen MDK-Begutachtungen zur Feststellung der Pflegebedürftigkeit nicht länger verrichtungsbezogenen Betrachtungen angestellt, bei denen allein der physische Zustand des Klienten ausschlaggebend ist und der zeitliche Unterstützungsbedarf im Vordergrund steht. Vielmehr wird der Grad der Eigenständigkeit festgestellt. Dabei werden auch kognitive Aspekte angemessen berücksichtigt. Dies ist bspw. besonders bei demenziell erkrankten Klienten wichtig, die körperlich wenig eingeschränkt sind, jedoch aufgrund ihrer kognitiven und kommunikativen Fähigkeiten einen Unterstützungsbedarf haben.

Im Zuge der Umstellung auf den neuen Pflegebedürftigkeitsbegriff werden die bisherigen Pflegestufen durch sogenannte Pflegegrade abgelöst. Dies erfolgt für Klienten, die zum Stichtag 31.12.2016 eine Pflegestufe und ggf. noch eine § 45a-Einstufung (EAK) haben automatisch nach dem folgenden Schlüssel:

Bisherige Pflegstufe

 

Pflegegrad nach Überleitung

 

Pflegestufe 0

Kein Pflegegrad

 

Pflegestufe 0 + EAK

Pflegestufe 1

Pflegegrad 2

Pflegstufe 1 + EAK

Pflegestufe 2

Pflegegrad 3

Pflegstufe 2 + EAK

Pflegestufe 3

 Pflegegrad 4

Pflegstufe 3 + EAK

Pflegestufe 3 Härtefall

Pflegegrad 5

 

Pflegegrad

 

Pflegesachleistung

 

Geldleistung

 

1

 

0.-

 

0.-

 

2

 

689.-

 

316.-

 

3

 

1.298.-

 

545.-

 

4

 

1.612.-

 

728.-

 

5

 

1.995.-

 

901.-

 

 

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